10. September 2026

 

Energiezukunft für ein denkmalgeschütztes Gebäude

Die Energiewende findet nicht nur im Neubau statt. Das Projekt habitat im nordrhein-westfälischen Meerbusch zeigt eindrucksvoll, wie sich auch Bestandsgebäude fit für eine nachhaltige Energiezukunft machen lassen. Durch die intelligente Kombination von Photovoltaik, Batteriespeicher, Wärmepumpe, Ladeinfrastruktur und Energiemanagement entstand gemeinsam mit Hager ein vernetztes Energiesystem, das den Eigenverbrauch maximiert, fossile Energieträger ersetzt und das Gebäude auf zukünftige Anforderungen vorbereitet.


Das habitat wurde 1967 vom Architekten Wolfgang Döring entworfen und gilt mit seinem denkmalgeschützten Bungalow- und Gartenensemble als architektonische Besonderheit. Entsprechend anspruchsvoll war die Aufgabe, moderne Energietechnik zu integrieren, ohne den ursprünglichen Charakter des Gebäudes zu verändern.

Als die Eigentümer das Gebäude 2025 energetisch neu aufstellen wollten, stand deshalb nicht nur die Effizienz im Fokus. Gesucht war eine Lösung, die Nachhaltigkeit und Denkmalschutz miteinander verbindet. Entstanden ist ein Projekt, das beispielhaft zeigt, wie sich historische Bausubstanz an die Anforderungen einer neuen Energiewelt anpassen lässt.


Als die Eigentümer das Gebäude 2025 energetisch neu aufstellen wollten, stand deshalb nicht nur die Effizienz im Fokus. Gesucht war eine Lösung, die Nachhaltigkeit und Denkmalschutz miteinander verbindet. Entstanden ist ein Projekt, das beispielhaft zeigt, wie sich historische Bausubstanz an die Anforderungen einer neuen Energiewelt anpassen lässt.


Ein Gebäude, ein System, viele Energiequellen
Im Zentrum des Projekts steht der Hager flow Energy Manager. Er verbindet sämtliche Energieflüsse im Gebäude und steuert Erzeugung, Speicherung und Verbrauch automatisch und bedarfsgerecht.


Gleichzeitig macht das System die Energieversorgung transparent. Über die flow App können Bewohner und Besucher in Echtzeit verfolgen, wie viel Energie aktuell erzeugt, gespeichert oder verbraucht wird.


Den erneuerbaren Strom liefert eine Photovoltaikanlage mit 25 kWp Leistung. Ergänzt wird sie durch einen Batteriespeicher, der den Eigenverbrauch maximiert. Für die Wärmeversorgung sorgt eine Luft-Wasser-Wärmepumpe anstelle fossiler Heiztechnik. Hinzu kommt eine Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge, die Mobilität und Gebäudeenergie intelligent miteinander verbindet.


Auf Basis von Wetterdaten, Energieverfügbarkeit und aktuellem Bedarf entscheidet der Hager flow Energy Manager automatisch, wo die verfügbare Energie den größten Nutzen entfaltet. So werden Eigenverbrauch und Energieeffizienz kontinuierlich optimiert. Mit Erfolg: Im Sommer 2025 erreichte habitat über sieben Monate hinweg vollständige Energieautarkie.


Gleichzeitig ist das Gebäude bereits für kommende Anforderungen vorbereitet. Dank kompatibler bidirektionaler Ladetechnologie könnten Elektrofahrzeuge künftig nicht nur Strom beziehen, sondern selbst als zusätzlicher Energiespeicher dienen und bei Bedarf Energie ins Gebäude zurückspeisen.

 
" Wir möchten ganz praktisch zeigen, wie ein klimafreundliches Zuhause machbar ist. Und unser nachhaltiges Bewusstsein schärfen. Unsere Erfahrungen und unsere jahrelang gewachsenen Verbindungen zur Industrie möchten wir nutzen, um Brücken zu bauen und Wissen zu vermitteln."

– Markus Schüßler, the balcony foundation


Ein Vorbild für die Energiewende im Gebäudebestand

Wenn über die Energiewende gesprochen wird, stehen häufig Neubauten im Mittelpunkt. Die größte Herausforderung – und zugleich das größte Potenzial – liegt jedoch in den Gebäuden, die bereits existieren.


Das Projekt habitat zeigt, was möglich wird, wenn Energieerzeugung, Speicherung, Wärmeversorgung, Elektromobilität und intelligente Steuerung nicht als einzelne Bausteine betrachtet werden, sondern als ein vernetztes Gesamtsystem. Ein System, das flexibel auf wechselnde Anforderungen, Jahreszeiten und zukünftige Technologien reagieren kann.


Genau das macht habitat zu weit mehr als einem klassischen Sanierungsprojekt. Es zeigt, wie ein Bestandsgebäude zu einem aktiven Teil der Energiewende werden kann – ohne dabei seine Geschichte oder architektonische Identität aufzugeben.


Mehr zum Projekt habitat: https://thebalcony.de/habitat/